
Mein Weg zur Kunst
Mein Weg zur Kunst begann nicht mit dem Entschluss, Künstlerin zu werden. Er begann mit Fragen.
Über viele Jahre beschäftigten mich die Beziehungen zwischen Mensch und Natur, Erinnerung und Gegenwart und die verborgenen Zusammenhänge des Lebens. Erst später entstand der Wunsch, diesen Gedanken eine sichtbare Form zu geben.
In der Malerei entdeckte ich etwas, das Worte allein nicht leisten konnten: einen Raum, in dem eine Frage offenbleiben darf.
Als Autodidaktin entwickelte ich meine Arbeitsweise ohne vorgegebenen künstlerischen Lehrweg. Ich arbeite intuitiv und experimentell. Farbe, Form und Material treten miteinander in einen Dialog, und nicht selten verändert sich ein Werk während seiner Entstehung grundlegend.
Mit der Zeit erkannte ich, dass sich hinter den unterschiedlichen Motiven immer wieder dieselben Fragen zeigen: Was trägt uns? Was bleibt? Was können wir verändern? Und wie viel von unserer Zukunft können wir selbst gestalten?
Daraus ist eine Haltung entstanden, die heute mein gesamtes Werk verbindet.
Das Leben ist nicht nur das, was uns geschieht. Es ist auch das, was wir daraus entstehen lassen.
