Die Dritte im Bunde

Was trägt eine Beziehung, wenn das Entscheidende zwischen zwei Menschen gar nicht sichtbar ist?
Zwei Menschen begegnen sich. Die vordere Figur beugt sich nach vorn, die zweite steht unmittelbar hinter ihr. Zwischen ihnen entsteht ein stiller Raum – Nähe, Aufmerksamkeit und vielleicht auch Vertrauen.
Doch der Titel spricht von einer Dritten. Diese dritte Präsenz ist nicht dargestellt. Sie kann Erinnerung sein, eine gemeinsame Erfahrung, Verbundenheit oder jene unsichtbare Kraft, die zwischen Menschen entsteht und Beziehungen trägt.
Die offenen Formen und transparenten Blautöne lassen diese Bedeutung bewusst unbestimmt. So bleibt Raum für das, was du selbst in dieser Begegnung erkennst.
Vielleicht sind es gerade die unsichtbaren Dinge, die uns am stärksten miteinander verbinden.
- Titel: Die Dritte im Bunde
- Werkzyklus: Interpretationen des Lebens
- Technik: Mischtechnik auf Originalgrafik (Aquarell, Monotypie und zeichnerische Überarbeitung)
- Original: Unikat

Hoffnung
Woran halten wir fest, wenn unterschiedliche Vorstellungen von der Welt aufeinandertreffen?
Friedenszeichen, Waage, Kreuz, Dollarzeichen, Stern und weitere Symbole begegnen sich in einem dichten Geflecht. Sie stehen für unterschiedliche gesellschaftliche, ethische und spirituelle Kräfte – und für eine Welt, deren Gegensätze sich nicht einfach auflösen lassen.
Rote Linien durchziehen das Bild und verbinden, was zunächst getrennt erscheint.
Hoffnung versteht Zuversicht deshalb nicht als Gewissheit, dass alles gut werden wird. Sie beginnt mit der Entscheidung, trotz aller Unterschiede nach dem Verbindenden zu suchen.
Vielleicht entsteht Zukunft genau dort, wo wir aufhören, nur das Trennende zu sehen.
- Werkzyklus: Interpretationen des Lebens
- Technik: Kreide und Mischtechnik auf gedrucktem Original-Rohling
- Format: A3
- Original: Unikat

Der Wächter am See
Wer oder was hat dich getragen, ohne sich dabei in den Vordergrund zu stellen?
Ein großer Bär sitzt am Ufer eines stillen Sees und blickt in die Weite. Erst auf den zweiten Blick erscheint hinter einem Baum ein kleiner Bär. Aus einer scheinbar einsamen Landschaft wird dadurch eine Geschichte über Nähe, Fürsorge und Schutz.
Der große Bär wacht nicht sichtbar über den anderen. Er ist einfach da. Gerade darin liegt die stille Kraft des Bildes.
Der Wächter am See erzählt von jenen Verbindungen, die unser Leben tragen, ohne ständig ausgesprochen werden zu müssen – zwischen Generationen ebenso wie zwischen Menschen, Erinnerungen und Erfahrungen.
Manches, was uns Sicherheit gibt, erkennen wir erst, wenn wir genauer hinsehen.
- Titel: Der Wächter am See
- Technik: Mischtechnik auf Grundlage eines experimentellen Originaldrucks
- Format: A3
- Original: Unikat

Der letzte Wintermorgen
Woran erkennen wir, dass etwas Neues beginnt, obwohl wir es noch nicht sehen können?
Noch liegt die Landschaft im Winter. Zarte Blautöne, kahle Äste und die Spuren des ursprünglichen Drucks bewahren etwas vom Vergangenen. Und doch trägt dieser Morgen bereits eine Veränderung in sich.
Der Frühling ist noch nicht sichtbar. Aber er ist möglich.
Der letzte Wintermorgen erzählt von jenem Zwischenraum, den wir auch aus unserem eigenen Leben kennen: Das Alte ist noch gegenwärtig, während das Neue erst als Ahnung existiert.
Gerade dort braucht es Vertrauen – nicht weil wir wissen, was kommen wird, sondern weil wir bereit sind, den nächsten Schritt trotzdem zuzulassen.
Manchmal beginnt Veränderung lange bevor wir sie sehen können.
- Titel: Der letzte Wintermorgen
- Technik: Mischtechnik auf Grundlage eines experimentellen Originaldrucks
- Format: A4
- Original: Unikat
